Verdienstorden
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Mit dem Verdienstorden des Landes Berlin zeichnet der Senat , Personen zur Anerkennung und Würdigung ihrer hervorragenden Verdienste um die Stadt aus. Das Vorschlagsrecht hat der Regierende Bürgermeister. Immer am 1. Oktober, dem Jahrestag des Inkrafttretens der Berliner Verfassung empfängt der Regierende Bürgermeister die Träger des Verdienstordens und ernennt gegebenenfalls neue. Klaus Wowereit ehrte elf Bürger für ihr großes Engagement für die Hauptstadt.
Für seinen Einsatz bei der Aufzucht des Eisbären Knut wurde Thomas Dörflein am 1. Oktober 2007 mit dem Berliner Verdienstorden ausgezeichnet.
Dörflein became a minor celebrity in Germany and was awarded Berlin's Medal of Merit in honor of his continuous care for the cub.
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Thomas Dörflein und Klaus Wowereit
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Thomas Dörflein wurde von seiner Lebensgefährtin Daniela K. begleitet |
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Die Frau an seiner Seite, Daniela K, seine große letzte Liebe er wollte sie heiraten. |
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Thomas mit seiner Verlobten Daniela K / Thomas with his fiancées Daniela K. |
| Ziehvater trifft Landesvater 2007 |
| Einmal im jahr gibt es das Sommerfest des Bundespräsidenten im Park von Schloss Bellevue |
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Unter den Gästen, die der Bundespräsident Horst Köhler am 6. Juli in diesem Jahr bei seinem Sommerfest begrüßt, wird auch der aktuell bekannteste Mitarbeiter des Berliner Zoos sein. Thomas Dörflein, der Pfleger von Eisbär Knut, war vom Förderverein von Zoo und Tierpark für diese Einladung vorgeschlagen worden. Was im Bundespräsidialamt sehr wohlwollend geprüft wurde - warum sollte es auch ausgerechnet in dem großen schwarzen Granitbau am Spreeweg in Tiergarten keine Knut-Fans geben?! Begründung aus dem Amt: Schließlich habe Dörflein sich ja quasi um ein Waisenkind gekümmert .
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Thomas Dörflein mit seiner Lebensgefährtin Daniela K. auf dem Sommerfest 2007 auf Schloss Bellevue.
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Bild.de März 2008
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Pfleger Thomas Dörflein schwärmt: "So toll ist Knut im Kino"
Von ALBERT LINK
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Ein „seltsames Gefühl“ sei es zunächst gewesen, sich zum ersten Mal groß auf einer Leinwand zu sehen. Doch je länger der Film „Knut und seine Freunde“ bei einer exklusiven Vorab-Vorführung für die Mitwirkenden dauerte, desto mehr konnte ihn Tierpfleger Thomas Dörflein (44) genießen.
Am Ende war er sogar ein wenig gerührt. Zeigt der Streifen, der heute in Berlin Weltpremiere feiert, doch vor allem eines: Wie sehr sich sein Rund-um-die-Uhr-Einsatz als „Eisbär-Papa“ gelohnt hat.
Kleiner Knut als Kino-Star in XXL. Dörflein will die Premiere (10.30 Uhr, Berliner Zoo-Palast) heute zusammen mit seinem
Sohn (17) und dem Sohn (6) seiner Lebensgefährtin besuchen. Das Besondere an dem 94-minütigen halb dokumentarisch, halb fiktiven Streifen: Den – teilweise noch nie gezeigten – Bildern aus Knuts Zoo-Kindheit werden Aufnahmen von Eis- und Braunbärenkindern in freier Wildbahn gegenübergestellt. Ein ebenso liebvoller wie lehrreicher Naturfilm für die ganze Familie (ab 6. März, ohne Altersbeschränkung).
Trotz des Medienrummels um Knut, trotz Kuscheldecke, trotz Gummispielzeug sind die Parallelen zur Natur verblüffend. Dörflein zu BILD
am SONNTAG: „Das Schönste für uns ist, dass Knut keine Macken entwickelt hat. Anscheinend haben wir nicht viel falsch gemacht.“
Angenehm findet der medienscheue Tierpfleger auch, dass der Familien-Film ohne viele Worte auskommt (Erzähler ist der Wind), dass allein die Bilder wirken. Sieht er sich jetzt als Film-Star? „Ich? Ich habe ja nicht mal Gage bekommen...“ Autogramme muss er trotzdem schreiben. Dörflein sieht Knut noch regelmäßig, aber mit der täglichen Streicheleinheit ist es vorbei.
Seit letzter Woche hat der Ur-Berliner jedoch süßen Kuschel-Ersatz: „Ich bin Opa geworden“, verrät er. Seine Tochter (22) hat einen Jungen zur Welt gebracht.
Dem brauche ich aber nicht die Flasche zu geben. Der kriegt die Milch aus der Mutterbrust.
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Thomas Dörflein mit dem Sohn seiner Lebensgefährtin bei der Premiere von "Knut und seine Freunde"
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Premiere "Knut und seine Freunde"
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Trailer Knut und seine Freunde |
Ein Geschenk für Thomas
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ein Bild für Thomas Dörflein zum 1. Geburtstag von Knut |
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Die KNUT-Gedenkmedaille
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KNUT mit Thomas Dörflein
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Pünktlich zum 1. Geburtstag von KNUT hat die Staatliche Münze Berlin die zweite Silber-Gedenkprägung herausgegeben. Die Münze Berlin hat das Motiv ebenso wie die erste KNUT-Medaille gemeinsam mit dem Zoo Berlin entwickelt. Sie zeigt KNUT im Alter von einem Jahr gemeinsam mit Thomas Dörflein. Die Silber-Prägung wurde am 5. Dezember 2007, zum Geburtstag von KNUT, dem Direktor des Berliner Zoos Dr. Bernhard Blaszkiewitz übergeben und ist jetzt bei der Staatlichen Münze Berlin oder im Internet-Shop der Münze Berlin erhältlich. Vom Verkaufserlös gehen wie bei der ersten Knut-Medaille 2 Euro an den Zoo für das Programm zum Schutz der Artenvielfalt.
Die KNUT-Gedenkmedaille bildet auf der Vorderseite KNUT und seinen Pfleger Thomas Dörflein ab.
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B.Z. -Berlin/dpa.
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Kulturpreis posthum für Thomas Dörflein 2009
erstellt 25.01.09,
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Späte Ehrung für Tierpfleger Thomas Dörflein: Der Ziehvater des Berliner Eisbären Knut wird posthum mit dem «B.Z.»-Kulturpreis ausgezeichnet.
Dörflein, der im September an einem Herzinfarkt starb, erhalte den Preis «für die große Freude, die er Berlin und der Welt gemacht hat», teilte die Boulevardzeitung mit. Weitere Preisträger sind den Angaben zufolge der Sänger Udo Lindenberg, der Komiker Dieter Hallervorden und der Regisseur Christoph Schlingensief. Geehrt werden ferner die Schauspielerinnen Karoline Herfurth und Dagmar Manzel sowie der Fotokünstler Andreas Gursky und die Countryband The BossHoss.
Zu den Laudatoren, die die Preisträger in den kommenden Tagen in der «B.Z.» würdigen, gehört Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der das gesellschaftliche Engagement Udo Lindenbergs lobt.
Seit 1991 wird der "BZ"-Kulturpreis alljährlich an herausragende Künstler und deren Werke vergeben.
Die Statue, einen tanzenden Bronze-Bär, fertigt der Berliner Bildhauer Ernst Leonhardt
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Den Kulturpreis für ihren Sohn Thomas Dörflein nahm seine Mutter Erika Sörflein in Empfang |
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BZ-Kulturpreis
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Knut-Pfleger Thomas Dörflein geehrt
03. Februar 2009, Raimund Opitz
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Zur posthumen Verleihung des Kulturpreises an Thomas Dörflein würdigt Raimon Opitz seinen Kollegen.
Das letzte Gespräch mit Thomas hatte ich eine Woche vor seinem Tod. Auf der Betriebsfeier sprach er mich an. Ich hatte sie organisiert.
Du, sagte er zu mir, ist ja alles super hier. Aber von den leckeren Fleischspießen habe ich keinen mehr abbekommen. Die waren schon alle weg.
Diese kleine Episode ist mir wichtig, weil sie den Thomas als einen Menschen zeigt, der sich irgendwie gewandelt hatte. Die Zeit der Wortlosigkeit oder der knappen Sätze war endgültig vorbei.
Mit der Geburt von Knut, mit der Verantwortung, die er für seinen Zögling übernahm, hatte er sich nach und nach den Menschen in seiner Umgebung geöffnet.
Die Kollegen hatten Thomas in der Zeit davor eher als Eigenbrötler erlebt. Aber natürlich auch als einen Mann, der sich mit Leib und Seele seinen Tieren widmet.
Wobei man sagen muss - Bärenpfleger sind eine ganz besondere Spezies Mensch. Sie sind meistenteils Individualisten. In gewissem Sinne ähneln sie charakterlich den Tieren, um die sie sich kümmern.
Ja, bei Thomas waren es die Wölfe und dann eben Knut. Ich denke beide Tierarten haben sich in ihm ein wenig widergespiegelt - das Zögerliche der Wölfe und auch das Bärige.
Thomas war einfach. Er war gerade und konsequent. Das kann man so sagen.
Mit "gerade" meine ich seine Sicht aufs Leben, seine Einstellung, lieber nichts zu sagen, als irgendeinen Unsinn zu quatschen.
Dann ist er bei allem Medienrummel um Knut einfach geblieben.
Thomas Super-Star - das hat er immer von sich gewiesen, mit einem nachdenklichen Lächeln quittiert. Hat sich umgedreht und ist mit langen Schritten im Innengehege verschwunden. Dort wartete Knut auf ihn, sein Zögling.
Ja, und Konsequenz, die hat Thomas doch in der gesamten Zeit, in der er sich um Knut gekümmert hat, bewiesen. Er ist mit seinem Schlafsack ins Innengehege gezogen, hat sich die Nächte um die Ohren geschlagen, hat sogar den Heiligen Abend im Innengehege verbracht. Knut war ihm wichtig. Er wollte, dass der kleine Eisbär überlebt. Dafür hat er alles gegeben.
Wäre Thomas noch da und könnte das jetzt lesen, würde er sagen, dass diese Arbeit auch jeder andere Pfleger eben so erledigt hätte. Da bin ich mir absolut sicher.
Dennoch, die Bindung zwischen Knut und Thomas war intensiv. Manchmal habe ich mich auch gefragt, wer wen mehr braucht. Der Knut den Thomas oder umgekehrt? Ich hatte zeitweise den Eindruck, Thomas könne nicht loslassen. Auch als Knut größer und gefährlicher wurde, hatten sie wohl noch Kontakt.
Aber dieser Eindruck war falsch. Thomas wusste genau, dass er als Mensch früher oder später in den Hintergrund treten müsste, und natürlich hat er sich Gedanken um Knuts Zukunft gemacht, wollte, dass er mit einem Eisbären-Weibchen eine Familie gründet.
Das zeigt, dass Thomas ein sehr verantwortungsvoller Tierpfleger war.
Diese Verantwortung hat jetzt sein langjähriger Kollege Ronny Henkel als Chef-Pfleger übernommen. Ich denke, Thomas wäre mit diesem Nachfolger sehr zufrieden.
Die wichtigsten Stationen aus dem Leben des Thomas Dörflein
Er war ein Kerl von einem Mann. 1963 in Wedding geboren, kam Thomas Dörflein 1982 als Pfleger zum Zoo. Zunächst für Menschenaffen und Raubtiere zuständig, hatte er nach 1987 die Aufsicht über Bären und Wölfe. Als am 5. 12. 2006 zwei Eisbärbabys von ihrer Mutter verstoßen wurden, zog Dörflein das überlebende Baby in Handaufzucht auf. Für Knuts Rettung bekam Dörflein am 1. 10. 2007 den Berliner Verdienstorden. Am 22. September 2008 starb Dörflein an einem Herzinfarkt, verursacht durch eine Thrombose.
Fotos: Frank Senftleben, Lothar Mueller, dpa, Picture-Alliance dpa
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